Einsiedelner Kapelle

Als im Jahr 1714 der Spanische Erbfolgekrieg (1701 – 1714) durch den Frieden zu Rastatt beendet werden konnte, schrieb dies die badische Markgräfin Sibylla Augusta der Fürsprache Mariens zu, der sie die Errichtung einer Einsiedelner Kapelle versprochen hatte, wenn der unselige Krieg ein Ende nehmen würde. Schon mehrmals war Sibylla Augusta ins schweizerische Einsiedeln aufgebrochen und hatte 1709 auch in ihrer böhmischen Heimat Schlackenwerth (heute Ostrov) einen Nachbau der Gnadenkapelle von Einsiedeln errichten lassen, der bis heute dort zu sehen ist. Nun sollte also auch in Rastatt solch eine Kapelle entstehen und eine Nachschnitzung des Gnadenbildes von Einsiedeln zur Verehrung aufgestellt werden. 1715 wurde mit den Arbeiten begonnen und am 20. Juni 1717 erfolgte die Kirchweihe durch den Weihbischof von Speyer, Peter Cornelius Beyweg, der bereits drei Wochen zuvor die Weihe der Franziskanerkirche in der Herrenstraße (heute Evangelische Stadtkirche) vorgenommen hatte.
Die Einsiedelner Kapelle steht an prominenter Stelle in der Kapellenstraße, in unmittelbarer Nähe zur Badner Halle und zur Pagodenburg. Sie gehört dem Land Baden-Württemberg, öffnet ihre Türen aber immer wieder für Andachten und Gottesdienste, zu denen die Pfarrei St. Alexander einlädt. Führungen können über die Touristinformation der Schlösserverwaltung vereinbart werden.
Räume
Gelöbnismadonna Pagodenburganlage
Adresse
Einsiedelner Kapelle
Kapellenstr. 34
76437 Rastatt
Kapellenstr. 34
76437 Rastatt