Ottersdorf - St. Ägidius 

 

Das Gemeindeteam St. Ägidius begrüßt Sie sehr herzlich und freut sich, wenn wir Sie für das kirchliche Leben in der Gemeinde Ottersdorf begeistern können.

 
 Für aktuelle Informationen zu Gottesdiensten und Veranstaltungen stehen Ihnen unsere Ansprechpersonen jederzeit zur Verfügung. Wir laden Sie herzlich ein, aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen und sich einzubringen. 
 
 

Unsere Gruppierungen

 

Gemeindeteam

 
 
Mehr Informationen über das Gemeindeteam Ottersdorf folgen in Kürze.
 
Gemeindeteam-Treffen 9. Juli 2026 in Pfarrkirche St. Michael Wintersdorf
 
Nachdem jetzt alle 4 Gemeindeteams der ehemaligen Kirchengemeinde Iffezheim-Ried berufen sind, treffen sich alle Mitglieder dieser Teams aus den Ortschaften Iffezheim, Wintersdorf, Ottersdorf, sowie Plittersdorf am Donnerstag, 9. Juli um 18.00 Uhr, in der Pfarrkirche St. Michael in Wintersdorf zum Gottesdienst.
Anschließend findet im 19.00 Uhr im Wintersdorfer Gemeindehaus das gemeinsame Treffen zum Austausch, Kennenlernen und einem gemütlichen Abend statt.

Auch der neue „Referent für Engagement-Förderung“ Herr Thomas Kiefer wird uns besuchen und sich und seine Arbeit vorstellen.
 
 

Gottesdienste und Termine

  
Sa. 04.07.2026
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 08.07.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 12.07.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 15.07.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 18.07.2026
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 19.07.2026
12:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 22.07.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 29.07.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 01.08.2026
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 05.08.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 12.08.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 15.08.2026
18:00
mit Kräutersegnung
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 16.08.2026
12:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 19.08.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 26.08.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 29.08.2026
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 02.09.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 05.09.2026
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 09.09.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 12.09.2026
18:00
Patrozinium
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 16.09.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Do. 17.09.2026
18:00
Einschulungsgottesdienst
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 19.09.2026
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 23.09.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 27.09.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 30.09.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 04.10.2026
10:30
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 04.10.2026
18:00
Rosenkranzandacht
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 07.10.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 10.10.2026
18:00
Rosenkranzandacht
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 14.10.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 17.10.2026
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 21.10.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 25.10.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 28.10.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 01.11.2026
10:30
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 04.11.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 11.11.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 14.11.2026
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 18.11.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 22.11.2026
10:30
zum 30. Weihejubiläum von Diakon Klaus Krämer
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 25.11.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 29.11.2026
10:30
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 02.12.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 09.12.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 12.12.2026
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 16.12.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 20.12.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 23.12.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Fr. 25.12.2026
18:30
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 27.12.2026
10:30
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 30.12.2026
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 06.01.2027
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 09.01.2027
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 13.01.2027
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 17.01.2027
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 20.01.2027
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 24.01.2027
10:30
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 27.01.2027
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 03.02.2027
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 06.02.2027
18:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Mi. 10.02.2027
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
So. 14.02.2027
09:00
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
Sa. 25.12.2027
18:30
St. Ägidius
Rastatt-Ottersdorf
 
Bunter Abschluss der Erstkommunionzeit 19. Juni 2026 in Plittersdorf

Am Freitag, 19. Juni 2026 fand vor dem Gemeindehaus in Plittersdorf der gemeinsame Abschluss der Kommunionszeit für die Kommunionkinder aus Iffezheim, Ottersdorf, Plittersdorf und Wintersdorf statt. Bei strahlendem Sonnenschein erwartete die Kinder ein abwechslungsreiches Programm voller Spiel, Spaß und Gemeinschaft.
An verschiedenen Stationen konnten sich die Kinder austoben, lachen und gemeinsam einen unvergesslichen Nachmittag erleben. Für große Begeisterung sorgte auch der Besuch eines Clowns, der mit seinen Späßen, Luftballonfiguren und seiner fröhlichen Art viele Kinder zum Lachen brachte.

Das absolute Highlight des Tages war jedoch das große Farbevent. Mit buntem Farbpulver wurde gefeiert und gelacht. Als die Farben in die Luft geworfen wurden, entstand ein beeindruckendes Bild aus leuchtenden Farben. Schnell waren die weißen T-Shirts der Kinder bunt gefärbt und die Freude war überall sichtbar.

Da die Temperaturen sommerlich heiß waren, wurde auch für die nötige Abkühlung gesorgt. Ein Regenbogen-Sprinkler sorgte für erfrischenden Wasserspaß und war bei den Kindern besonders beliebt. Zum Abschluss des gelungenen Nachmittags gab es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Pizza.
Besonders erwähnenswert ist das soziale Engagement der Kommunionkinder. Einen Teil ihrer Geldgeschenke spendeten sie an den Verein Clownsvisiten Baden e.V. sowie an die Aktion 72. Insgesamt konnten 535 Euro an die Clownsvisiten Baden e.V. und 527 Euro an die Aktion 72 übergeben werden.

Pfarrer Vincent Padinjarakadan und Gemeindereferentin Frau Kathrin Glatt, sowie alle Tischmütter und Verantwortlichen blicken dankbar auf eine schöne und bereichernde Kommunionszeit zurück. Sie wünschen allen Kommunionkinder, dass sie aus dieser besonderen Zeit viele wertvolle Erfahrungen für ihr Herz mitnehmen konnten und gestärkt durch den Glauben ihren weiteren Lebensweg gehen.
 
 
kfd-Frauengem. Rückblick Sommermeditation 18. Juni 2026
 
Sommermeditation mit Bowle und Leckereien. 
Am Donnerstag, den 18.06.2026, trafen sich trotz der enorm hohen Temperaturen von nahezu 38 Grad 16 Frauen auf dem schönen schattigen Platz unter den Bäumen neben der Kirche, um gemeinsam die Mitte des Jahres zu feiern.
Monika Höllig begrüßte alle teilnehmenden Frauen im Namen der Dreifaltigkeit (Schöpfer, Sonne und Feuer der Liebe). Am 21.06. erleben wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Wir feiern das Licht und diesen Höhepunkt der Lebensenergie in der Natur. Viele verschiedene Bräuche begleiten diese Zeit. Z. B. das Johannisfeuer - ein Symbol für Jesus Christus, Johanniskraut wird gesammelt, da es an diesem Tag die stärkste Heilkraft haben soll. Auch das Christentum hat dies mit dem Geburtstag von Johannes dem Täufer (24.6.) verbunden und Franz von Assisi hat den
wunderbaren Sonnengesang, in dem Gott für Sonne, Feuer und die ganze Schöpfung gepriesen wird, gedichtet.
Mit dem Lied "Das Jahr steht auf der Höhe" GL 465 endete die kurze Meditation. Heidi Himmel las noch eine kleine Geschichte vom "Lichtbringer" vor, die aus den Philippinen stammt.
 
 
Im Anschluss gab es für alle Erdbeerbowle sowie Laugenstangen, Käsewürfel und von Trude Burster ihre wunderbaren Hefeschnecken.
Das Gebet vom Sonnengesang (GL 19,2) sowie das Lied "Du lässt den Tag oh Herr nun enden" GL 96 bildeten den Abschluss dieses wunderschönen Abends.
Hinweis: Der nächste Termin am 09.07.2026 fällt aus. Wir sehen uns dann im September wieder.
 
Euer kfd-Team.
 
 
Rückblick: kfd-Spielenachmittag 1. Juni 2026
 
Am vergangenen Montagmittag, den 1.6.26 traf sich eine kleine Gruppe von Frauen zum Spielenachmittag im Gemeindehaus St. Ägidius. Bei Getränken und kleinen Snacks sowie guter Stimmung wurde eifrig gewürfelt, Karten gemischt und Brettspiele gespielt. Die Köpfe rauchten mitunter vor
Konzentration und doch stand der Spaß durchweg im Vordergrund.
Ob Klassiker oder neue Spiele, alle Beteiligten waren mit Freude und Engagement dabei.
Zwischendurch blieb Zeit für nette Gespräche und gemeinsames Lachen. Die Teilnehmerinnen waren sich einig: Ein solcher Nachmittag tut gut und sorgt für Abwechslung im Alltag.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die dabei waren und zum Gelingen des Treffens beigetragen haben. Bis zum nächsten Mal, wenn es heißt, auf die Karten fertig los.
Das Team der kfd.

 
 
Rückblick: kfd-Kunstführung im Anselm-Kiefer-Haus am 23. April 2026
 
Die kfd lud am 23. April zu einer Kunstführung ins Haus Kiefer ein. Das ehemalige Elternhaus des international renommierten Künstlers Anselm Kiefer wurde von diesem renoviert und in ein Museum verwandelt, das einen tiefen Einblick in sein künstlerisches Schaffen bietet. 
In eindrucksvoller Weise führte uns Dr. Christoph Kunz durch die Anselm Kiefer-Ausstellung: „Aquarelle und Bücher“. Der Künstler sagte einmal „ich male Aquaralle und keiner will sie sehen“. Dies hat sich mittlerweile geändert. Die Zeitspanne der ausgestellten Exponate reicht von 1969 bis 2017.
Es werden Aquarelle und mit Gips und Karton selbst angefertigte großformatige Bücher des Künstlers ausgestellt, die sich zum Teil Schicksalen von Frauen widmen, deren Geschichte "falsch weitergeleitet" wurde. Dies sind unter anderem Clara Schumann und Elisabeth von Österreich, besser bekannt als Kaiserin Sissi. Die Aquarelle stellen die Frauen mit ihren wahren Gefühlen ohne Beschönigungen dar. 
Auch werden Exponate mit literarischem Bezug gezeigt, unter anderem das Buch „wer jetzt kein Haus hat“, das Rainer Maria Rilkes Gedicht „Herbsttag“ malerisch interpretiert. Es zeigt auf Gips aquarellierte Buchseiten mit abstrakt aufgemalten Blättern, die einen Herbsttag darstellen. Kiefer „erzählt“ anhand des Buches eine Geschichte und nutzt dieses Format, um die Vergänglichkeit durch eine schöne Bildgestaltung zum Ausdruck zu bringen. Andere Bücher des Künstlers nehmen Bezug auf Richard Wagners Oper Parsival oder setzen sich mit Geschlechteridentitäten auseinander.
Die Aquarelle zeigen Landschaften, Portraits und Pflanzen, die in beeindruckender Form dargestellt werden.   Zum Abschluss wurden zwei Bilder, die Selbstporträts des Künstlers darstellen, behandelt. 
Im Anschluss ging es in Ido’s Restaurant, in dem die Frauen in gemütlicher Runde und bei gutem Essen die Führung noch mal Revue passieren ließen und ihre verschiedenen Eindrücke diskutierten. Wir waren uns einig, dass der Besuch im Haus Kiefer sehr bereichernd war und auf unsere Fragen während der Führung sehr ausführlich eingegangen wurde.
 
Das Team der kfd
 
Rückblick: Rückblick - Gebet für verfolgte Christen im Iran am 22. März 2026
 
Seit 10 Jahren gestaltet das Gemeindeteam Ottersdorf Gottesdienste für verfolgte Christen.
Vor diesem Hintergrund lud das Gemeindeteam am Sonntag, den 22. März, zu einem Gebet für verfolgte Christen im Iran in die Pfarrkirche St. Ägidius ein.
Im Iran steht die wachsende Untergrundkirche seit Jahren unter erheblichem Druck durch die Behörden. Immer wieder führen Beamte Razzien in verbotenen Hauskirchen durch, in denen überwiegend ehemalige Muslime aktiv sind. Dabei werden Mitglieder festgenommen und verhört; in jüngster Zeit offenbar vermehrt unter Anwendung von Gewalt.
Rund 45 Interessierte folgten der Einladung und setzten gemeinsam ein Zeichen der Verbundenheit mit den verfolgten Christen. Zwei bewegende Erlebnisberichte von Christen, die Verfolgung erfahren haben, wurden auf Leinwand präsentiert und berührten die Besucherinnen und Besucher spürbar.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig das Gebet und die Solidarität mit bedrängten Glaubensgeschwistern weltweit sind. Sie lud zugleich dazu ein, die Situation nicht aus dem Blick zu verlieren und weiterhin im Gebet verbunden zu bleiben.
Interessierte sind jederzeit zu den Gottesdiensten willkommen!
 
 

Orte

  
Friedhofstr.
76437 Rastatt-Ottersdorf
Friedhofstr.
76437 Rastatt-Ottersdorf
Rheinstr. 36
76437 Rastatt-Ottersdorf
Am Kirchplatz 1
76437 Rastatt-Ottersdorf
 

Kirchengeschichte der Pfarrei St. Ägidius

 
Kirchengeschichte der Pfarrei St. Ägidius
 
Die Ottersdorfer Kirchengemeinde war über Jahrhunderte für das ganze Ried zuständig. Ursprünglich befand sich die Kirche der Rieddörfer im elsässischen Seltz.
Nachdem diese im Jahr 1307 zerstört worden war, als der Rhein sein Flussbett verlegte und damit auch das Ried von Seltz trennte, wurde es zu beschwerlich für die Bewohner des Rieds, die Seltzer Pfarrkirche zu erreichen.
Sie wandten sich daher mit Unterstützung des Markgrafen Rudolf VI. an Papst Gregor XI. Am 9. Mai 1371 genehmigte dieser die Errichtung einer Kaplanei in Ottersdorf. Am 20. Juni desselben Jahres erfolgte die Zustimmung aus Seltz, am 14. Januar 1376 schließlich die vom Bischof in Straßburg.
 
Über die ersten Jahre des Bestehens ist wenig überliefert. Ab 1412 gab es Bestrebungen, Ottersdorf zur Pfarrei für die Rieddörfer zu erheben, was am 24. Juli 1413 durch den Gegenpapst Johannes XXIII. geschah. Am 2. Januar 1415 zwischen der Abtei Seltz und dem badischen Markgrafen Bernhard I. legte die Details fest, womit die Gründung endgültig beschlossen wurde. In den Jahren 1418/19 wird Johannes Hertenberg als Pfarrer erwähnt, der wahrscheinlich aus dem Elsass kam und vermutlich der erste Pfarrer der Ottersdorfer Pfarrei war. 
 
Ottersdorf hatte über den Lauf der Jahrhunderte zwei Kirchengebäude an der heutigen Stelle. Von der früheren Kirche ist eine Beschreibung aus dem Jahr 1777 erhalten, das in lateinischer Sprache berichtet. Offenkundig waren die Innenproportionen des Gebäudes sehr ungünstig, da das Kirchenschiff breiter als lang und das Langhaus teilweise um den Kirchturm herum gebaut war. 1833 riss man es ab und baute die heutige Kirche Sankt Ägidius im romanischen Stil.

Ihr Turm hat eine Höhe von 28 Metern. Er ist mit vier Glocken ausgestattet.
Bislang wurde die Kirche zweimal restauriert. 1884 führte der Dekorationsmaler Flick aus Bühl die Arbeiten durch, im Jahr 1938 dann Josef Wagenbrenner aus Rastatt. 1978 erhielt die Kirche an der Nordseite einen Anbau nach Plänen des damaligen Pfarrers Wolfgang Storf. Heute dient er als Sakristei.
 
Aus ungeklärten Gründen wurde die Kirche nach dem Bau nur gesegnet, nicht geweiht. Erst 150 Jahre später, am 25. November 1984, wurde die Weihenachgeholt.
2015 wurde die Kirchturmspitze erneuert, da das Holz im alten Kirchturm stark angegriffen war. 2020 musste die Kirche gesperrt werden, da wegen Fäulnis der Dachbalken Einsturzgefahr bestand.
 
Kirchenpatron St. Ägidius
 
 
Ägidius wurde vermutlich um 640 als Sohn einer noblen Athener Familie geboren. Er verließ seine griechische Heimat und lebte jahrelang in der Diözese von Nîmes als Einsiedler in einer Höhle an der Mündung der Rhone in das Mittelmeer.
Der Legende nach nährte ihn durch Gottes Fügung eine Hirschkuh mit ihrer Milch. Während einer Jagd des Westgotenkönigs Wamba (reg. 672–680) flüchtete diese Hirschkuh zu Ägidius, der sich schützend vor das Tier stellte und so versehentlich von einem Pfeil getroffen wurde. In der Erkenntnis, dass die Tugend in der Schwachheit vollendet werde, bat er Gott, dass ihm während seines Erdendaseins die Gesundheit nicht wiederkehren solle. So blieb ihm die Wunde bis an sein Lebensende. Zur Vergebung seiner Schuld an dem Jagdunfall ließ der König unter Ägidius' Leitung ein Kloster errichten. So gründete dieser 680 die später nach ihm benannte Abtei von Saint-Gilles. Zu seinen Lebzeiten dürfte der Ort noch Pons Aerarium geheißen haben, wie im Itinerarium Burdigalense aus dem Jahr 333. Bis zu seinem Tode stand er dem Kloster als Abt vor.
 
 
 
 
Pfarrhaus
 
 
Ab 1820 entstanden drei Gebäude, die noch heute das Ortsbild prägen.
Diese sind das Pfarrhaus (1826), die Kirche (1833/1834) und das Rathaus (1839/1840).
Waren bis dahin kaum Steinhäuser im Dorf gestanden, wurden ab jetzt keine reinen Holzhäuser mehr errichtet. Das einzige mittelalterliche Gebäude zu jener Zeit, die Kirche, wurde durch den erwähnten Neubau ersetzt. Die Skizzen der alten Kirche gingen im Zweiten Weltkrieg verloren.

Das Jahr 1847 war wie in vielen Teilen des Landes von großer Not geprägt, was auch Auslöser der Märzrevolution war. Die Revolutionsjahre 1848 und 1849 selbst verliefen nicht ruhig in Ottersdorf.

Es gab großen Streit mit dem Pfarrer Georg Philipp Hehn, der auch von der politischen Wende im Land beeinflusst war. Hehn war offenkundig Gegner der Republik, was anscheinend nicht dem Willen der Ottersdorfer entsprach. Letztlich wurde Hehn am 4. April 1848 gewaltsam vertrieben.

Das jetzige Pfarrhaus wurde nach vielen Vorgängern ab dem Jahr 1826 errichtet.
Es verfügt über eine Wohnung im 1. und 2.  OG, die für einen Pastoralreferenten oder eine Pastoralreferentin als Dienstwohnung genutzt werden kann. Im EG befinden sich das Pfarrsekretariat und ein Besprechungszimmer für Ehe- oder Taufgespräche.

 
Friedhof
 
 
Um 1730 wurde der erste Friedhof angelegt in westlicher Richtung des Ortes westlich der heutigen Lammstrasse / Am Altrhein und des jetzigen Festplatzes.   
Dieser Friedhof wurde bei einem Hochwasser 1793/94 weggeschwemmt und deshalb landeinwärts am Weg Rastatt-Seltz an der heutigen Fährstrasse neben dem Schulgebäude angelegt.

 
Das heute noch dort befindliche Kreuz vom Jahre 1794  stand auf der Rückseite des Friedhofes. 
Als dieser Friedhof dann zu klein war, hat man ihn im Jahre 1832 an den heutigen Ort verlegt. Das Kreuz in der Mitte des heutigen Friedhofs trägt danach noch die Jahreszahl 1832.
Erweiterungen erfolgten in den Jahren 1872, 1956 und  1962, eine weitere Vergrößerung steht bevor.
  
Der Spatenstich zu der auf dem Friedhof stehenden Leichenhalle, die der politischen Gemeinde gehört, fand am 6. Septemer 1963 statt. Die feierliche Einweihung wurde am 8. November 1964 von Pfarrer Ziser vorgenommen. 1960 wurde ein Ehrenfeld für die Gefallenen und Vermissten des 2. Weltkrieges angelegt.
In Anwesenheit des Volksbundes Deutscher Kriegsgräber und der örtlichen Vereine fand die Einweihung an Ostern 1961 statt.
 
 
Gemeindehaus
 
 
Das Gemeindehaus wurde 1972 mit einem Flachdach errichtet. Wegen Undichtigkeiten wurde es in den 90er Jahren mit einem Ziegeldach überbaut.
Es verfügt über eine Hausmeisterwohnung und eine geräumige Küche. Es bietet mit dem Saal, dem Sitzungszimmer, der Kegelbahn, dem Ministrantenzimmer und dem Proberaum für den Kirchenchor viele Möglichkeiten für ein aktives Gemeindeleben.

Regelmäßige Nutzer sind die Gymnastikgruppe, der Seniorentanzkreis, der Kirchenchor, der Musikverein, die Handarbeitsgruppe der Frauengemeinschaft, das Altenwerk, der Musikverein, die Ministranten und die Jugendkapelle des Musikvereins.
 
Kirchliche Veranstaltungen wie Seniorennachmittage, Eheseminare, Elternabende für Erstkommunion und Firmung, Adventsbasar der Frauengemeinschaft, Sitzungen von Pfarrgemeinderat / Gemeindeteam / Frauengemeinschaft / Besuchsdienst etc., Theater- veranstaltungen des Kirchenchores, Weihnachtsfeiern der kirchlichen Gruppierungen, Sternsinger-Proben und -Treffen, gemeinsames Essen der Ministranten nach dem Rätschen am Karsamstag finden ebenso statt wie weltliche Veranstaltungen, nämlich Generalver- sammlungen, Vereinsführerbesprechungen, Neujahrsempfang, Probenwochenenden des Musikvereins und Weihnachtsfeiern verschiedener weltlichen Gruppierungen.
 
 
 

Wegkreuze und Bildstöckel

 

 

Wegkreuze und Bildstöckel

in Ottersdorf

 
 
 
Kreuz am Höhgassenweg
 
 
 
 
Kreuz am Friedhof