Frauenfrühstück der kfd Ottersdorf zum Thema: Gefahren von Smartphones im Kindesalter

Gefahren von Smartphones im Kindesalter - Spannendes Thema beim Frauenfrühstück der kfd.
 

Wie in jedem Jahr hatte die kfd Ottersdorf zum traditionellen Frauenfrühstück ins Gemein-
dehaus eingeladen. 64 Frauen waren der Einladung gefolgt. Nach der Begrüßung durch
die Sprecherin der kfd, Monika Höllig, wartete ein reichhaltiges Buffet auf die Gäste, das
für einen angenehmen Start in den Vormittag sorgte.
Den inhaltlichen Höhepunkt des Morgens bildete der Vortrag von Dr. Eva Kühner, Mitbe-
gründerin der „Smartphone-Elterninitiative Speyer“ und Sprecherin der Initiative „Smarter
Start ab 14“. Sie widmete sich der Frage, welche Folgen ein früher und intensiver Smart-
phone-Konsum für Kinder haben kann.
Smartphones sind längst fester Bestandteil des Alltags, auch im Leben von Kindern. Ob
beim Spielen, in sozialen Medien oder im Chat mit Freundinnen und Freunden: Für viele
ist das Gerät ein ständiger Begleiter. Dr. Kühner beleuchtete in ihrem Vortrag, welche Aus-
wirkungen diese Nutzung auf Gehirn, Gesundheit und soziales Miteinander haben kann,
und plädierte für einen bewussteren sowie späteren Umgang mit digitalen Medien im Kin-
desalter. Ihr Anliegen fasste sie in einem Satz zusammen: „Die Kindheit ist zu kurz, um sie
an ein Smartphone zu verschwenden.“
Als Mutter von vier Söhnen und selbst betroffene Eltern sprach sie anschaulich über die
Risiken eines übermäßigen Medienkonsums. Dazu zählen etwa Schlafprobleme durch
spätes oder unruhiges Einschlafen, körperliche Beschwerden wie Nacken- und Rücken-
schmerzen,Cybermobbing (Demütigungen ohne Ende), Extremismus (politische
Kanalisierung an die Ränder) sowie psychische Belastungen, um nur einige Gefahren zu
nennen. Kinder und Jugendliche mit hoher Bildschirmzeit zeigten häufiger innere Unruhe,
Gereiztheit oder Ängste. Auch das Risiko einer abhängigen Nutzung sei nicht zu unter-
schätzen.
Zugleich wies die Referentin darauf hin, dass digitale Kontakte persönliche Begegnungen
verdrängen können. Wer viel Zeit am Bildschirm verbringt, verpasse wichtige Erfahrungen:
gemeinsames Spielen, Kompromisse schließen, Konflikte lösen und echte Freundschaften
leben.
„Smarter Start ab 14“ möchte Eltern dabei unterstützen, dem frühen Smartphone-Einstieg
gemeinsam entgegenzuwirken. Über Elterngruppen, Elternpakete und smartphonefreie
Klassengemeinschaften entstehen Absprachen, die den sozialen Druck verringern. Die
Initiative setzt sich dafür ein, Kinder erst altersgerecht und begleitet an digitale Medien
heranzuführen nach dem Motto: Erst Kindheit, dann Smartphone.
Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Deutlich wurde
dabei, dass das Thema viele Frauen persönlich betrifft, als Mutter, Großmutter oder
einfach als Menschen, die Kinder in einer digitalisierten Welt begleiten.
Die kfd dankt Frau Dr. Eva Kühner herzlich für ihren informativen und anregenden
Vortrag. Weitere Informationen zur Initiative finden sich unter: www.smarterstartab14.de